| Im Oktober |
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Allgemeines:
Die Mohrrübe, Karotte oder auch gelbe Rübe (Daucus carota ssp. sativa) zur Familie der Doldengewächse
(Umbelliferae) gehörend, hat mich diesen Monat beschäftigt.
Es handelt sich um ein sehr altes Gemüse und die wichtigste Gemüseart bei uns überhaupt. Außerdem
ist es eines der wenigen Gemüse, die sich bei uns in Mitteleuropa heimisch fühlen.
Die Geschichte der Karotte reicht sehr weit zurück. Sie war bereits den römischen und griechischen
Schriftstellern der Antike bekannt. Die Karotte galt im Altertum als Heilpflanze.
Man wußte um die harntreibende, blutbildende und antibakterielle
Wirkung. Die Wildform stammt aus Asien. Auch in unseren Breiten trifft
man in der Natur häufig auf die wilde Möhre. Die (Pfahl-)Wurzel ist dünn und weiß und hart. |
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Anbau: Für Karotten braucht man Anfangs sehr viel Geduld, sie keimen nämlich unheimlich langsam. Dem Ganzen auf die Sprünge helfen kann man z.B. durch das Mischen der Samen mit feuchtem Laub. Hier läßt man die Samen keimen und pflanzt sie dann komplett mit dem Laub in die Saatrillen. Feuchtigkeit ist das A und O. Man kann auch die Erde mulchen, das schützt vor Unkraut und bewahrt die Feuchtigkeit im Boden.Wer einen sandigen, humösen, tiefgründigen und feuchtigkeitsspeichernden Boden besitzt, sollte jedes Jahr eigentlich die Spitzen-Karotten ernten. Säen Sie Karotten ruhig früh aus, bei einer Bodentemperatur von 7° geht das auch schon teilweise im Februar. Folgesaaten sind von März bis Juni möglich. Es sollte immer dünn ausgesät werden. Der Reihenabstand beträgt 20-30 cm. Der Abstand von Pflanze zu Pflanze 3-5 cm. Die Keimfähigkeit der Samen beträgt nur 2 Jahre, falls sie mal eine Tüte aufheben wollen. Gucken die Karotten mal aus der Erde, dann häufeln Sie sie an, so verhindern Sie die grünen Köpfe. Eine Mischkultur mit Lauch, Zwiebeln, Erbsen und Dill, Mangold, Radieschen, Salat und Tomaten trägt auch zur einer gesunden Karotte mit bei. Ein sonniger, windiger Standort wäre ideal, wobei die zugige Lage der Möhrenfliege zu schaffen macht. Allerdings lasse ich einen Gast fast immer gewähren. Es ist die Raupe des Schwalbenschwanzes, die durch ihre Zeichnung und die knalligen Farben besonders schön anzuschauen ist, und das nicht nur für Kinder, und der Schaden ist meist nie groß. Wer sich so um seine Karotten gärtnerisch bemüht hat, wird im Herbst mit einem einzigartigen Geschmack belohnt. Und es ist jedesmal ein besonderes Gefühl, eine Karotte am Grünzeug zu packen und langsam aus der Erde zu ziehen. Karotten vertragen übrigens kein frisch gedüngtes Beet. |
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Zubereitung und Verwendung: Aus der Karotte kann man so ziemlich alles herstellen, ob Kuchen oder Gemüse, Saft oder als Kaffeesurrogat (zusätzlich zum Cichorie). Selbst das Kraut kann kleingehackt als Gemüse verwendet werden. Und eine rohe Karotte zum Frischverzehr ist eine gesunde Zwischenmahlzeit. Beim Herstellen von Gemüse bitte immer auf einen Zusatz von etwas Fett achten, dadurch kann der Körper erst einige Stoffe in der Karotte aufspalten. |
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Sorten: Auch hier gibt es wieder einige Sorten, die man in jedem Supermarkt findet, und viele alte Sorten, die nur über spezielle Adressen zu bekommen sind. Bei 500 existierenden Sorten fällt das Angebot in den Samen führenden Läden wie auch schon bei anderen Gemüsesorten recht dürftig aus. Die allgemein leicht zu beschaffenden Sorten (allesamt orange) sind: "Pariser Markt" frühe und runde Karotte seltene Sorten mit verschiedenen Formen und Farben:
"Gelbe Pfälzer" gelbe, große lagerfähige Karotte Unter folgenden Adressen sind die alten Sorten erhältlich:
"Pro Spezie Rara"
"Dreschflegel"
"Arche Noah"
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