Gärtnern mit dem Mond

Willkommen im Februar

Diesmal soll es um den Mond gehen, was steckt für ein Geheimnis hinter dem Säen und Pflanzen nach den Mondphasen? Wichtig zu wissen, das dieses ganze Wissen sich über Jahrtausende entwickelt hat und verstärkt in der Landwirtschaft der letzten Jahrhunderte seine Anwendung fand.
Vieles entwickelte sich durch die Beobachtung der Zusammenhänge zwischen Mond und Natur gerade was Aussaat, Düngung und Ernte angeht. Aufgrund dieser uralten Erfahrungen versuchen viele Gärtner wieder im Einklang mit der Natur zu arbeiten, weniger Spritzmittel zu benutzen und gesundes, kräftiges Obst und Gemüse zu ernten.
Eine bekannte Vertreterin ist Maria Thun, die sich der Erforschung der Beziehungen zwischen Gestirnen und Pflanzen seit Jahrzehnten widmet. Auch wenn es sich um altes Wissen handelt, so muss man leider auch von einer Modeerscheinung sprechen. Dies Ganze wird noch erheblich verstärkt durch die verwirrende Vielzahl der angebotenen Mondkalender und Bücher über das -Leben mit dem Mond- und Ähnlichem.
Worum geht es im Großen und Ganzen: Dass der Mond für Ebbe und Flut verantwortlich ist, und in Vollmondnächten so manch einer schlecht schläft, ist bekannt. Inwieweit der Mond aber auch das Wachstum der Pflanzen und die Arbeiten im Garten beeinflusst, entzieht sich jeder wissenschaftlichen Untersuchung und basiert alleine auf Beobachtungen und langjähriger Erfahrungen.
Um in das Thema einzusteigen, ist es wichtig zu wissen, dass der Mond auf seinem 28-tägigen Erdumlauf alle 12 Sternbilder der Tierkreiszeichen durchläuft. Er verweilt dabei auf jedem Tierkreiszeichen 2-3 Tage. Je nach Tierkreiszeichen werden die Impulse des Mondes in eine bestimmte Richtung gerichtet, so die Annahme. Die grundsätzliche Frage wie der Mond wirkt, ob durch seine Stellung alleine, die der Natur einen bestimmten Rhythmus vorgibt, oder durch Impulse irgendeiner Art, muss unbeantwortet bleiben.
Man sagt, dass der Mond über 7 Grundimpulse die Natur beeinflusst:

1.- Neumond (die Phase, wo der Mond uns nur die verdunkelte Seite zeigt, weil er zwischen Erde und Sonne steht.)

2.- zunehmender Mond (nach links geöffnete Mondsichel)

3.- Vollmond

4.- abnehmender Mond (nach rechts geöffnete Mondsichel)

5.- aufsteigender Mond

6.- absteigender Mond ( der auf-bzw. absteigende Mond kennzeichnet den Mondverlauf von der Höchststellung zur tiefsten Stellung vergleichbar mit der für uns sichtbaren Sonnenlaufbahn, die im Sommer ihre Höchststellung am Himmel hat. Der aufsteigende Mond durchläuft die Sternbilder angefangen beim Schützen bis zu den Zwillingen und der absteigende Mond von den Zwillingen zurück zum Schützen, dies alles innerhalb eines Monates)

7.- das jeweilige Tierkreiszeichen, welches der Mond gerade durchschreitet.

Und jetzt wird es ein wenig astrologisch:

Die 12 Tierkreiszeichen werden den 4 Urelementen Erde, Wasser, Luft und Feuer zugeordnet.(die bereits die alten Griechen kannten) 3 Tierkreiszeichen werden zu einem Trigon zusammengefasst, welches wiederum einer Pflanzenart zugeordnet wird. Hier die Zuordnung:

Wassertrigon (Fische, Krebs und Scorpion) = Blattpflanzen (Petersilie, Fenchel, Kohl)

Erdtrigon (Stier, Jungfrau und Steinbock) = Wurzelpflanzen (Kartoffeln, Sellerie, Möhren)

Lufttrigon (Zwillinge, Waage und Wassermann) = Blütenpflanzen (Gartenblumen)

Feuertrigon (Widder, Löwe und Schütze) = Fruchtpflanzen (Tomaten, Paprika, Beerenobst)

Abnehmender und Zunehmender Mond: Wann sät man nun was?

Pflanzen, die in der Erde wachsen werden bei abnehmendem Mond gesät. Man sagt, dass jetzt in der Natur die Säfte abwärts fließen. Der Boden ist aufnahmebereit, besonders für Wurzelgemüse und Kräuter, aber auch Dünge-und Bewässerungsmaßnahmen wirken jetzt besonders gut. Bei zunehmendem Mond werden alle Pflanzen gesät, die zu den Blatt-, Blüten- oder Fruchtgemüsen gehören. Das oberirdische Wachstum dominiert, die Säfte fließen nach oben.

Um die optimale Pflanzzeit zu erwischen, sind auch die 2 Mondimpulse des auf-und absteigenden Mondes von Bedeutung:

- Die Qualität des Aufsteigenden Mondes ist die des Ausatmens der Erde. Es steht alles im Zeichen des Wachstums, vergleichbar mit der Entwicklung der Natur im zunehmenden Mond. - Die Qualität des Absteigenden Mondes ist die des Einatmens der Erde, der Ruhe oberhalb des Bodens. Jetzt ist nach Maria Thun die richtige Pflanzzeit.

Um die Sache nicht zu verwirrend zu machen; Der zunehmende und aufsteigende Mond haben ungefähr den gleichen Einfluss auf alle Pflanzen, nämlich dass das oberirdische Wachstum dominiert;Der abnehmende und absteigende Mond stehen mehr für das Wachstum im Boden und seine Aufnahmebereitschaft.

Zusammenfassend - Auf welche Dinge muss ich beim Säen und Pflanzen achten wenn ich mit dem Mond harmonieren will ?

Alle 7 Impule sollten bei der Wahl des richtigen Tages eine Rolle spielen. Keine Sorge, in den meisten Mondkalendern finden Sie an jedem Tag die entsprechende Mondphase, ob auf-oder absteigender Mond , welches Tierkreiszeichen gerade durchlaufen wird und ein Zeichen für die entsprechende Pflanzenart, die an diesem Tag am besten in die Erde kommmt. Hier noch mal ein paar Beispiele:

-Wurzelgemüse sollten bei absteigendem oder abnehmendem Mond und an einem Erdtag (Stier, Jungfrau oder Steinbock) gesät werden.
-Kartoffeln legt man bald nach Vollmond.
-Fruchtpflanzen werden bei zunehmendem oder aufsteigendem Mond gesät und zwar an den Feuertagen (Widder, Löwe und Schütze)
-Blattgemüse sät man an Wassertagen (Krebs, Skorpion und Fische) bei zu-bzw. aufsteigendem Mond. Probieren Sie einmal Salat bei absteigendem Mond zu säen (auch an Wassertagen), er soll dann nicht so leicht schießen.
-Blumen-und Blütenpflanzen sollten an einem Lufttag gesät werden. (Zwillinge, Waage und Wassermann)
-Rasen wächst am schnellsten und sehr dicht, wenn er bei zunehmendem Mond an eine Löwe- oder Jungfrauentag gesät wurde.
Und hier noch ein Tipp zu den demnächst anstehenden Schnittarbeiten, sie sollten bei abnehmendem Mond an frostfreien und im Feuerzeichen (Widder, Schütze, Löwe) stehenden Tagen stattfinden.

Wie bereits gesagt, beruhen alle diese Vorgaben auf Erfahrungen und alten Erkenntnissen und nicht auf wissenschaftlichen Ergebnissen. Das sollte einen aber nicht daran hindern, den Mondkalender einmal auszuprobieren. Vielleicht sät man eine bestimmte Gemüsepflanze mal bewußt an einem günstigen und einem ungünstigen Zeitpunkt. Da bieten sich jetzt im Februar die Paprika und die Tomate zum Vorziehen an. Viel Erfolg!


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