| Im April |
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Allgemeines:
Herzlich willkommen im April mit dem Rhabarber. Kurz entschlossen habe ich die Schlangenhaargurke
auf den Juni verschoben, um einem ganz aktuellen Gemüse einen Platz einzuräumen. Jetzt ist nämlich
die Saison des Rhabarbers und sie ist kurz, denn spätestens Ende
Juni sollte man auf den Verzehr der Stängel verzichten.
Um gleich die viel diskutierte Frage zu beantworten; Rhabarber ist ein Gemüse und kein Obst, und das
obwohl es meistens als Nachtisch oder als Kuchenbelag auf den Tisch kommt.
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Anbau: Am besten besorgt man sich ein c.a. 1 kg schweres Wurzelstück, welches im Herbst oder im zeitigen Frühhjahr in gut vorbereitete Erde gepflanzt wird. Der Boden sollte im Herbst mit Kompost oder Stallmist gedüngt worden sein. Rhabarber liebt es feucht, aber er verträgt keine Staunässe. Im ersten Jahr lässt man die Pflanze ganz in Ruhe wachsen, erst im darauffolgenden Jahr darf geernter werden.Die Stängel werden herausgedreht, nicht abgeschnitten. Als Faustregel kann man sich merken, dass man nie mehr als ein Drittel der Stängel abernten sollte. Auch sollten nie die alten Stiele mit großen Blattflächen, noch ganz junge Stiele geerntet werden. Wie bereits erwähnt ist spätestens Ende Juni Ernteschluss. Der Grund liegt im Ansteigen des Oxalsäurewertes in der Pflanze. Die Oxal- oder auch Kleesäure befindet sich in der gesamten Pflanze, allerdings in unterschiedlichen Konzentrationen. Rhabarber enthält genau wie Mangold und Spinat Oxalsäure. Die Oxalsäure verbindet sich im Körper mit Calcium zu Calciumoxalat, das sich bei empfindlichen Menschen als Kristall in Harnkanälchen und Nieren ablagern kann. Da Oxalsäure die Aufnahme von Calzium im Körper behindert, sollte man den Rhabarber ruhig mit Milchprodukten zusammen verzehren. In der Schale der Stängel ist z.B. der Gehalt höher, als im Stängel selber. Deshalb sollte man Rhabarber vor dem Kochen schälen. Die Blätter enthalten eine als Giftig zu bezeichnende Menge an Oxalsäure, und sollten immer gleich abgeschnitten werden. Sie dienen noch sehr gut als eine Art Schneckenfalle, weil sich die schleimigen Kriecher immer gerne unter etwas Kühlem verstecken wollen. Zur Verrringerung der Oxalsäure kann auch das Kochwasser weggeschüttet werden, da Rhabarber nie ungekocht bzw. erhitzt verzehrt wird. Übrigens soll Rhabarber die Nachbarschaft von Erbsen und Spinat sehr schätzen.
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Sorten: Unterschieden wird der Rhabarber in drei unterschiedliche Färbungen:
- Rotstieliger/Rotfleischiger: mild und zart, seht säurearm.
Zu den attraktiven Rotstieligen und Rotfleischigen Sorten gehört "Holsteiner Blut", "Elmsjubiläum", "Rotstielige Viktoria" und
"Vierländer". Angeblich gab es Anfang des 20. Jahrhunderts noch 35 Rhabarbersorten, von denen heute nur noch wenige übrig sind. |