Im November Rote Bete

Geschichte

Allgemeines:

Die Rote Bete (Beta vulgaris), auch Rote Rübe, Rande, Salatrübe oder Rahne genannt, soll in diesem Monat vorgestellt werden. Rote Bete gehört zu den Gänsefußgewächsen (Chenopodiaceae), zu denen auch Mangold und Spinat zählen. Ein etwas schwierig zu vermehrendes Gemüse, da es zweijährig ist, die Rüben müssen daher überwintert werden, um im darauffolgenden Sommer eine Blüte und Samen zu bekommen.
Für den normalen Anbau im Garten ist es ein relativ unkompliziertes Gemüse, bei dem sich allerdings die Geschmäcker deutlich scheiden. Es gibt die Liebhaber und die absoluten Gegner. Wobei es auch solche wie mich gibt, die von der gegnerischen Seite zum Lager der Liebhaber gewechselt haben.
Die Heimat der "Ur-Roten Bete"=Meeresstrandrübe ist hauptsächlich am Mittelmeer. Eine Kulturform der Roten Bete war bereits in Sizilien 1000 vor Christus bekannt. Auch die Ägypter und die Griechen kannten sie bereits. Ab dem 13. Jahrhundert entwickelte sich bei der Roten Bete erstmalig eine Verdickung des Knollenkörpers. (Die Rübenform veränderte sich im Laufe der Zeit von länglich zu dicklich/rund) Im 15. Jahrhundert wurden bereits verschiedene Formen beschrieben. Seit dem 16. Jahrhundert wurde sie zu Speisezwecken in ganz Europa kultiviert. Die heutigen, modernen Sorten entstanden erst im 19./20. Jahrhundert.
Rote Bete gilt als eines der zuckerhaltigsten Gemüse, allerdings ist sie auch als Nitratspeicher bekannt, wobei bei biologischem Anbau deutlich weniger Nitrat gebildet wird. Durch seine tiefen Wuzeln, die bis zu 1,50m gehen, übersteht die Rote Bete auch mal eine Trockenperiode.
In letzter Zeit gibt es die sogenannten "Babybeets", es handelt sich hierbei um kleine, dicht wachsende Knollen, die nach 6-7 Wochen im ganz jungen Stadium geerntet werden. In Maßen genossen ist es ein gesundes und vitaminreiches Gemüse, welches durch vielerlei Zubereitungsarten eine interessante Variante zu den anderen Gemüsen darstellt.

Anbau

Anbau:

Rote Bete braucht einen wasserhaltigen, tiefgründigen und humösen Lehmboden. Da niemand diesen Idealboden im Garten hat, tut es eigentlich fast jeder Boden, der nicht zu sandig ist. (Bei meinen Recherchen stoße ich immer wieder auf solche Bodenbeschreibungen, die an der Realität scheitern. Ich kämpfe mit einem Lehmboden mit viel Tonanteil, ein anderer ärgert sich über seinen allzu sandigen Boden)
Gesät wird Ende April, da Rote Bete wohl gerne zum schnellen Schießen neigen. Alle 10cm werden 2 Korn 3-4cm tief ausgesät. Zwischen den Reihen 25cm Platz lassen. Anfangs sät man gerne die "Ägyptische Halbrunde" , die sich für den Frühanbau eignet, bei Folgesaaten dann eher die mehr länglichen Lagersorten. 10-12 Tage dauert es bis zur Keimung, die gesamte Entwicklungsdauer beträgt 12-16 Wochen. Von Mai bis Juni können Folgesaaten ausgebracht werden. Rote Bete gehört zu den Mittelzehrern und verträgt außer Sonne auch durchaus den Halbschatten. Es reicht den Boden im Herbst mit Kompost oder abgelagertem Stallmist zu versorgen.
Dem Vereinzeln kommt noch eine hohe Bedeutung zu, da die Rote Bete Samen ganze Knäule von Einzel-Samen enthalten, so daß an einer Stelle sehr viele Jungpflanzen wachsen. Um Rote Bete zu lagern, dreht man einfach den Blattschopf ab und verstaut sie in einer Kiste mit feuchtem Sand.
Diese sollte an einem frostfreien, dunklen Ort aufbewahrt werden. (bei 3-4°).
Sorten

Sorten:


65 Sorten gibt es alleine im EG-Katalog. Die Form der Knolle variiert von plattrund, kugelig, birnenförmig bis hin zu zylindrisch.
Die Rote Bete gibt es in den Farben rot, gelb und weiß, wobei die hellfleischigen Sorten deutlich geringere Nitratgehalte aufweisen. Übrigens kommt die intensiv rote Farbe von der hohen Konzentration an dem stickstoffhaltigem Glykosid "Betanin".
Das Gewicht einer Knolle schwankt zwischen 100 - 600 g.
Rezept

Verwendung:


Abgesehen von der Knolle als gesundes Gemüse, können die Blätter wie Salat zubereitet werden.
Der Saft eignet sich hervorragend zum Einfärben von z.B. Teigwaren. Mit Skepsis muß der Einsatz von Rote Bete-Saft als Heilmittel in der Therapie gegen bestimmte Krankheiten angesehen werden, ein zuviel ist alleine wegen der Ansammlung von Nitrat im Körper nicht ratsam.

Die Autorin im Garten


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